Woche11

Woche 2 mit Endor: Jetzt sind wir seine Menschen

Natürlich ist auch nach zwei Wochen immer noch vieles neu und wir lernen jeden Tag weitere Facetten – manchmal positive, manchmal negative – unseres Welpen kennen. Langsam etablieren sich aber auch Gewohnheiten. Das ist schön.

Nun sind wir Endors Menschen geworden. Kommt einer von uns heim, wird er ungestüm und mit wildem Schwanzwedeln begrüsst. Ob wir zehn Minuten oder vier Stunden weg waren, egal: Seine Freude am Wiedersehen ist immer gleich gross. Damit erzähle ich bestimmt niemanden etwas Neues. Denn dafür sind Hunde schliesslich  bekannt. Dass mir als frischgebackene Hundebesitzerin in diesen Momenten das Herz aufgeht, muss man aber auch verstehen.

Ganz allgemein: Die Momente, in denen Endor und ich uns verstehen, sind häufiger geworden. Besonders gerne mag ich ihn, wenn er sich nach dem Aufwachen auf den Boden wirft und mir seinen Bauch entgegenstreckt, damit ich ihn kraule. Oder als er zum ersten Mal meine Socke leckte, anstatt mir in die Zehen zu beissen. Oder als wir gemeinsam seine Angst vor der Kartonrolle besiegten. Oder als mein Mann staubsaugte und er in meiner Nähe Sicherheit suchte.

Das klingt jetzt furchtbar harmonisch. Und das ist es auch. Manchmal. In anderen Situationen sind wir uns dann wiederum überhaupt nicht einig: Ich will das eine, er das andere und ich weiss nicht, was ich machen soll, damit er auf mich hört. In diesen Momenten fühle ich mich unfähig und habe große Angst davor, falsch zu agieren und ihm einen Schmarren beizubringen. Denn etwas ist sicher: Endor lernt verdammt schnell. Bestimmt nicht nur das Gute.

Was dagegen hilft? Eine Mischung aus YouTube-Videos von Hundetrainern und der RTL-Doku «die Welpen kommen». Von Ersteren kann man sich fürs nächste Mal Tipps abkucken. Durch Letztere realisiert man, dass man doch mehr richtig macht, als man denkt, und schon ganz andere Menschen aus kleinen Welpen brauchbare Hunde gemacht haben.