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Gedanken übers Wandern auf dem Prättigauer Höhenweg

4 Tage, 53 Kilometer und 2500 Höhenmeter – den  Prättigauer Höhenweg in Zahlen zusammenzufassen, ist einfach. Für das Erlebnis in den Bergen treffende Worte zu finden, hingegen umso schwieriger.


Die Berge und ich – das war nicht Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich war es genau das Gegenteil. Als Kind mochte ich sie nicht. Denn in den Bergen zu sein, bedeutete in meiner Familie zu wandern. Und zu wandern bedeutete, bergaufwärts zu laufen. Und bergaufwärts zu laufen, war mir ein Greuel. Wieso sollte ich Schweisstropfen vergiessen, um nur wieder dort anzukommen, wo ich am Morgen gestartet bin? Mein 8-jähriges Ich wusste darauf keine Antwort und zu verstehen, dass die Aussage «der Weg ist das Ziel» mehr als nur eine Floskel ist, dauerte bei mir lange – etwa 20 Jahren.

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Aussicht aus der Eschahütte, Graubünden

4 Tage, 3 Hütten, 1 erstes Mal

Vier Tage in den Bergen, ohne Strassen, Häuser und mobiles Netz. Wenn einem alle Ablenkungsmöglichkeiten genommen werden, bleibt nur eines: Man konzentriert sich ganz auf das Hier und Jetzt. Und das ist wundervoll.


Das letzte Auto sah ich auf dem Flüelapasss. Dort stiegen wir aus dem Postauto und machten uns auf den Weg in die Berge. Den nächsten Anzeichen der Zivilsation – vorausgesetzt man zählt Berghütten und Alpbetriebe nicht dazu – würde ich erst vier Tage später, auf dem Albulapass, wieder begegnen. Dazwischen lag der Kesch-Trek mit drei Nächten in Berghütten, 50 Kilometer Weg und rund 2000 Höhenmetern aufwärts und abwärts. (mehr …)

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