Arbeitsplatz

Hilfe, ich muss ein Video drehen – schon wieder

Mein letzter Versuch ein Video zu drehen, liegt neun Jahre zurück. Ich studierte Journalismus und Organisationskommunikation an der Fachhochschule. Experimente mit Bewegtbild gehörten genauso zum Lehrplan wie diejenigen mit Tonbeiträgen. Der mediale Dreiklang lautete damals: Print, Fernsehen und Radio. Warm geworden, bin ich nur mit Ersterem. Text und Fotografie, das ist bis heute meine Komfortzone. 

Seit ich mein Studium beendet habe, hat sich die Medienlandschaft und wie wir Inhalte konsumieren verändert – und zwar so rasant, dass ich mich bei diesem Gedanken älter fühle, als ich es bin. Was geblieben ist: Die Formate Bild, Text, Video und Audio dominieren immer noch. Wir können sie heute einfach bunt gemischt, teilweise interaktiv und von überall konsumieren.

Deshalb überrascht es nicht, dass Filmen auf dem Stundenplan steht, wenn man in einer Weiterbildung lernt, wie man wirkungsvoll Geschichten erzählt. Da Video heute dafür gar als die wichtigste Form gilt, beschäftigten wir uns nicht nur im Unterricht mit ihr, sondern erhielten auch den Auftrag, für unsere Abschlussarbeit – die wohlbemerkt bewertet wird – einen Filmbeitrag zu produzieren. Bei mir löste diese Aufgabe Angstschweiss aus. Nur zu gut konnte ich mich erinnern, dass ich die letzten Male, als ich eine Filmkamera in der Hand hielt, mit dem Resultat nie zufrieden war. Und das lag nicht daran, dass ich nicht genügend Zeit investiert hätte.

Dieses Mal lief dann aber alles anders: Das Wetter meinte es gut. Die Kulisse – das Bergdorf Morissen in der Val Lumnezia – stellte sich als telegen heraus. Meine Protagonisten, Claudia Bosshard-Gallati und ihre Ziegenböcke Gino und Grigio, waren äusserst kooperativ. Und das Resultat? Auf dieses bin ich stolz – auch wenn die Note noch aussteht.

Aber seht selbst. 

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