St Margaret's Bay

Ein Wochenende in Deal: Ist das schon Patina oder nur Staub?

30’000 Einwohner, 13 Kilometer nordöstlich von Dover, 1:15 Stunden von London entfernt: Das ist Deal in Kent. Wieso wir ausgerechnet dort ein Wochenende verbrachten? Das Internet spuckte uns den Ort, als möglich Antwort auf die Frage nach den schönsten Küstenorten in der Nähe der britischen Hauptstadt aus.

Deal Kent

Ob wir das bestätigen können? Irgendwie schon. Deal ist weder hip, historisch speziell relevant noch so idyllisch, dass es an Kitsch grenzt. Vielmehr ist Deal eine alte Dame, aus deren Frisur sich einige Strähnen gelöst haben und deren roter Nagellack am Rand abgesplittert ist. Manchmal redet sie schon etwas wirr. Sympathisch ist sie einem trotzdem. Auf den ersten Blick und auch, nachdem man sie kennengelernt hat.

Strasse in Deal Kent

The Waterfront Hotel Deal

Was ich versinnbildlichen will, ist dass ich in Deal fast überall – in unserem Hotel, am Strand, am Pier, in den Geschäften – das Gefühl hatte, als seien die besten Tage des Orts vorbei. Die Oberflächen wirkten ein bisschen staubig, der Lack ein bisschen zerkratzt. Gefallen hat mir das Städtchen trotzdem sehr gut. Besser gesagt: Genau deshalb. Denn auch wenn man noch nicht von Patina sprechen kann, dieser leichte Zerfall hat seinen Charme.

Katze in Deal

Von Deal wanderten wir entlang der englischen Küste nach Dover. Nach rund 15 entspannten Kilometern und vier Stunden kamen wir in der Hafenstadt an. Der Weg über die Kreidefelsen war schön, die Aussichten beeindruckend. Das Ziel war keines von beidem. Egal wie wohlwollend man Dover betrachtet, es bleibt eine hässliche Stadt.

Strand, Deal Kent

Kreidefelsen Deal

Hauseingang in Deal Kent

Segelschiff in Deal Kent

Bienen in Deal

Kreidefelsen Dover

Kaffeetasse