Schwarzeis auf dem Silsersee

Projekt 52 – Woche 2: Kälte

Wieder mehr fotografieren – das habe ich mir in den letzten Jahren mehr als einmal vorgenommen. Nur geschafft habe ich es nie. Mit dem Projekt 52 von kwerfeldein will ich einen neuen Versuch starten. Das Ziel: Jede Woche ein Bild und das ein ganzes Jahr lang.

Diese Woche lautet die Aufgabe, ein Foto zu machen, das beim Anblick ein Gefühl von Kälte auslöst. Ein Glücksfall für mich: Denn zum ersten Mal in drei Jahren tragen die Engadiner Seen diesen Winter wieder Schwarzeis. Und wie es der Zufall so wollte, führte mich mein Job diese Woche just ans Ufer einer dieser zugefrorenen Seen. Für mich war also klar: Für das Wochenthema «Kälte» fotografiere ich Schwarzeis. (mehr …)

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Selbstportait

Projekt 52 – Woche 1: Selbstportrait

Wieder mehr fotografieren – das habe ich mir in den letzten Jahren mehr als einmal vorgenommen. Nur geschafft habe ich es nie. Mit dem Projekt 52 von kwerfeldein will ich einen neuen Versuch starten. Das Ziel: Jede Woche ein Bild und das ein ganzes Jahr lang.

Das Thema der ersten Woche lautet «Selbstportrait». Mein Konzept dazu: «Nur die halbe Wahrheit». Mit dem Bild will ich ausdrücken, dass man dass ich mich nur selten vollständig jemandem öffne. In jeder Situation wähle ich passende Teilaspekte meiner Persönlichkeit und präsentiere diese. Momente, in denen ich davon absehe, meine hässlicheren Seiten so gut wie möglich zu verstecken, sind rar. Zu gross ist die Angst vor der Ablehnung des Gegenübers.

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Sonnenaufgang auf dem Piton de Maïdo, La Réunion

Die Insel, auf der es nie geradeaus geht

«Auf La Réunion geht es entweder bergauf oder bergab», warnte mich ein Freund vor meinem Urlaub. Verstanden habe ich seine Aussage schon damals. Gelernt, was sie bedeutet, aber erst nach den ersten Tagen auf der Insel und den ersten Wanderungen über steile Pfade.

La Réunion ist ein winziger Fleck Land im indischen Ozean, gelegen zwischen Madagaskar und Mauritius. Für die Schweizer: Seine bescheidene Fläche entspricht etwa derjenigen des Kantons St. Gallen. Für alle anderen: Mit dem Auto könnte man die Insel in vier Stunden umrunden. Imposant hingegen sind die Höhenunterschiede: Der höchste Gipfel, der Piton des Neiges, liegt auf 3070 m ü. M.

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Gedanken übers Wandern auf dem Prättigauer Höhenweg

4 Tage, 53 Kilometer und 2500 Höhenmeter – den  Prättigauer Höhenweg in Zahlen zusammenzufassen, ist einfach. Für das Erlebnis in den Bergen treffende Worte zu finden, hingegen umso schwieriger.


Die Berge und ich – das war nicht Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich war es genau das Gegenteil. Als Kind mochte ich sie nicht. Denn in den Bergen zu sein, bedeutete in meiner Familie zu wandern. Und zu wandern bedeutete, bergaufwärts zu laufen. Und bergaufwärts zu laufen, war mir ein Greuel. Wieso sollte ich Schweisstropfen vergiessen, um nur wieder dort anzukommen, wo ich am Morgen gestartet bin? Mein 8-jähriges Ich wusste darauf keine Antwort und zu verstehen, dass die Aussage «der Weg ist das Ziel» mehr als nur eine Floskel ist, dauerte bei mir lange – etwa 20 Jahren.

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Granola-Bars

Rund, praktisch, gut: Rezept für Müesliriegel ohne Zucker

Wer sagt, dass Müesliriegel eckig sein müssen? Niemand. Deshalb sind meine rund. Und statt Zucker enthalten sie Ahornsirup. Nicht ganz in homöopathischer Menge, aber fast.


Ich mag Müesliriegel. Als Zwischenverpflegung beim Wandern oder als Energiezustupf, wenn ich direkt nach der Arbeit Sport treibe. Da ich die meisten gekauften Granola Bars aber zu süss finde – das sagt zumindest mein Verstand –, habe ich angefangen, sie selbst zu backen. Statt Zucker nehme ich Ahornsirup (so wenig wie möglich) und statt eckig mache ich sie rund. (mehr …)

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Aussicht aus der Eschahütte, Graubünden

4 Tage, 3 Hütten, 1 erstes Mal

Vier Tage in den Bergen, ohne Strassen, Häuser und mobiles Netz. Wenn einem alle Ablenkungsmöglichkeiten genommen werden, bleibt nur eines: Man konzentriert sich ganz auf das Hier und Jetzt. Und das ist wundervoll.


Das letzte Auto sah ich auf dem Flüelapasss. Dort stiegen wir aus dem Postauto und machten uns auf den Weg in die Berge. Den nächsten Anzeichen der Zivilsation – vorausgesetzt man zählt Berghütten und Alpbetriebe nicht dazu – würde ich erst vier Tage später, auf dem Albulapass, wieder begegnen. Dazwischen lag der Kesch-Trek mit drei Nächten in Berghütten, 50 Kilometer Weg und rund 2000 Höhenmetern aufwärts und abwärts. (mehr …)

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Sta. Maria2

Der Anfang und das Ende der Schweiz

Müstair, das letzte Dorf vor der italienischen Grenze, könnte man als den Anfang der Schweiz bezeichnen. Jedoch ist auch ein weniger nettes Wort mit A passend, um diesen Ort zu beschreiben. Das meine ich nicht abwertend. Denn Abgeschiedenheit hat ihren Reiz.


In die Val Müstair reist man nicht per Zufall. Dafür ist das Bündner Tal hinter dem Schweizerischen Nationalpark zu abgelegen. Die lange Anfahrt, nehmen nur diejenigen auf sich, die auch wirklich dorthin wollen. Gründe gibt es viele: die Ruhe, die Wanderwege, die schmucken Dörfer, die blauen Bergseen oder das Unesco-Welterbe Kloster St. Johann. (mehr …)

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Rotsteinpass, Alpstein

Wieso mein Weg auf den Säntis vor 30 Jahren begann

Er hätte auch Mount Everest heissen können, so unerreichbar war der Gipfel des Säntis 29 Jahre lang für mich.


Ich bin in einem kleinen Dorf im Appenzellerland aufgewachsen. Mit 1000 Einwohnern, mindestens so vielen Kühen und mit Blick auf den Säntis. Den höchsten Gipfel des Alpsteins sah ich jeden Tag. Aus meinem Kinderzimmer, unserem Wohnzimmer und später auch von meiner Schulbank aus. Interessiert hat mich das nicht. Denn Wandern war für mich die schlimmste Form von Folter und die Motivation, Berge zu Fuss zu erklimmen, würde ich erst viel später verstehen. (mehr …)

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Tschingelhoerner

Wandern und fotografieren oder fotografieren und wandern

Es gibt zwei Gründe, in die Berge zu fahren: Um wandern zu gehen und dabei Fotos zu machen. Oder um fotografieren zu gehen und auf Wanderwegen zum richtigen Ort zu gelangen. Ich entscheide mich meistens für Ersteres. Bei Letzterem entstehen aber die besseren Bilder. Ein Dilemma.

Umso mehr freute ich mich auf das Abenteuer des vergangenen Wochenendes. Mein Job ermöglichte es mir – obwohl ich höchsten ein Nano-Influencer bin –, bei einem Instameet in der Tektonikarena Sardona die #Sardonastory mitzuschreiben. Von Samstag- bis Sonntagmittag würden wir – rund 20 kamerabegeisterte Frauen und Männer – in den Bergen unterwegs sein und nur ein Ziel haben: Möglichst gute Fotos schiessen.

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Arbeitsplatz

Hilfe, ich muss ein Video drehen – schon wieder

Mein letzter Versuch ein Video zu drehen, liegt neun Jahre zurück. Ich studierte Journalismus und Organisationskommunikation an der Fachhochschule. Experimente mit Bewegtbild gehörten genauso zum Lehrplan wie diejenigen mit Tonbeiträgen. Der mediale Dreiklang lautete damals: Print, Fernsehen und Radio. Warm geworden, bin ich nur mit Ersterem. Text und Fotografie, das ist bis heute meine Komfortzone.  (mehr …)

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